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Aconcagua

Alles was du über den Berg und die Aconcagua Besteigung wissen musst

Aconcagua – mit 6.961m ist er der höchste Berg Südamerikas! Er gehört damit auf die Liste der 7 Summits und die Besteigung gilt als der wahr gewordene Traum eines jeden Bergsteigers und Abenteurers. Erfahre hier alles was du über den Berg & die Aconcagua Besteigung wissen musst.

1. Der Aconcagua Berg – was ihn ausmacht

Mit einer Höhe von 6.961 Metern ist der Aconcagua, auch Cerro Aconcagua genannt, der höchste Berg Südamerikas sowie der gesamten westlichen Hemisphäre. Der Berg ist Teil der Anden und liegt im Westen Argentiniens, nahe der Grenze zu Chile.
Der Aconcagua ist Teil der legendären 7 Summits und fast alle großen Kletterer der Geschichte haben bereits auf seinem Gipfel gestanden. Wegen der Höhe und der relativen Leichtigkeit wird der Aconcagua oft als Aufwärmtour für die schwierigeren Gipfel wie den Everest oder Denali genutzt. Die Besonderheit ist, dass dieser Gipfel der weltweit höchste ist, der ohne Klettergeschirr und professionelle Bergsteigerfähigkeiten geknackt werden kann.

Aconcagua Gipfel Besteigung

2. 8 Fakten zur Besteigung des Aconcagua

  1. Der Aconcagua ist mit seinen knapp 7000 Metern Höhe (6.961m) der höchste Berg außerhalb Asiens. Damit ist er auch der höchste Amerikas sowie der Südhalbkugel.
  2. Die Besteigung des Aconcagua dauert durchschnittlich ca. 15-20 Tage.
  3. Erstbesteiger war am 14. Januar 1897 der Schweizer Matthias Zurbriggen.
  4. Die zwei Hauptrouten zur Besteigung des Aconcagua sind die normale Route sowie die “falsche Polenroute”.
  5. Die Hauptrouten sind technisch nicht schwierig und können daher auch von weniger erfahrenen Bergsteigern in Angriff genommen werden.
  6. Die große Höhe des Berges macht allerdings den Aufstieg sehr schwierig, weshalb jedes Jahr zwei Drittel der Bergsteiger den Gipfel nicht erreichen.
  7. Die Hauptsaison der Aconcagua Besteigung ist von Mitte November bis Ende Februar.
  8. Startort der meisten Touren ist Mendoza, von wo aus es über Penitentes zum Ausgangspunkt geht.

3. Erstbesteigungsjahr und Erstbesteiger des Aconcagua Berg

Die Besteigung des Gipfels des Aconcagua gelang erstmals am 14. Januar 1897 dem Schweizer Matthias Zurbriggen über die Nordroute. Der Reiseleiter war Teil eines Teams unter der Leitung von Edward FitzGerald, der die Besteigung des Bergs 8 Mal versuchte, aber nie den Gipfel erreichte. Die Ostseite des Berges wurde erstmals 1934 erfolgreich bestiegen, als eine polnische Berg-Mannschaft am 9. März den Gipfel erreichte. Die Route ist heute unter dem Namen Polish Traverse Route bekannt.

4. Die Routen auf den höchsten Berg Südamerikas

Die Nordostroute, auch ‚falsche Polenroute‘ genannt, und die Standard- oder normale Route sind die einfachsten Routen. Auf diesen Routen sind weder Schluchten oder Spalten zu überqueren, noch Wände zu erklimmen. Für Einsteiger sind das die richtigen Routen, denn Du kannst sie mit guter Wanderausrüstung, Steigeisen und Schneeschuhen bewältigen. Der ‚Polnische Gletscher‘ ist hingegen wesentlich anspruchsvoller, mit Eis- und Schneehängen bis zu 70° Steigung. Besorge Dir am besten eine Karte des Aconcagua vor Ort, da sich mit den Jahreszeiten auch Veränderungen bei der Route ergeben.

Für erfahrene Bergleute ist der Aconcagua auch über die Südwand ‚Pared Sur‘ zu besteigen, die als schwierigste Route gilt. Die 360 Traverse Route führt komplett um den Berg und trifft auf den letzten 1000 Höhenmetern auf die normale Route. Sie ist die schönste, ruhigste und längste Route auf den Gipfel.

Besteige den Aconcagua
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5. Der Aconcagua für Hobby-Bergsteiger

Der Aconcagua ist sowohl für Hobby- als auch Profi-Bergsteiger interessant und machbar. Die Hauptrouten sind technisch nicht schwer zu erklimmen und können auch von weniger erfahrenen Bergsteigern in Angriff genommen werden. Jedoch dürfen die Anforderungen, die die Besteigung des Bergs mit sich bringt nicht unterschätzt werden. Wenn du planst, den Aconcagua zu besteigen, lass dich nicht von der Höhe und den niedrigen Erfolgsraten abschrecken. Die Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg! Mit der richtigen Vorbereitung stehst du im Handumdrehen auf dem höchsten Berg Amerikas. Wir haben bereits viele Arten von Menschen auf dem Gipfel des Aconcagua gesehen, und viele von ihnen würden dich überraschen. Alles, was man braucht, ist ein solides Maß an Fitness, eine gute Einstellung und viel Entschlossenheit.

Herausforderungen der Besteigung des Aconcagua

Der Aconcagua hat Routen zum Gipfel, die mit normaler Ausrüstung bewältigt werden können, also ohne Kletter- und Seilgerät. Das ist die gute Nachricht für den ambitionierten Bergenthusiasten. Dennoch werden auf Dich einige Schwierigkeiten warten.

Herausforderungen der Besteigung des Aconcagua

Aconcagua Höhe

Ab ca. 3000 Metern Höhe besteht die akute Gefahr der Höhenkrankheit. Mit abnehmendem Luftdruck wird pro Atemzug weniger Sauerstoff eingeatmet als normal, und auch das Blut verliert einen Teil seiner Fähigkeit, Sauerstoff zu transportieren. Mit speziellem Höhentraining und ausreichender Akklimatisierung kannst Du die Anzahl der roten Blutkörperchen erhöhen, und diesen Mangel ausgleichen.

Kondition

Ein Durchschnittlicher Trek zum Gipfel dauert 15-20 Tage, und Du musst mit mindestens 4 Stunden strammem Marsch jeden Tag rechnen. Es gibt keine flachen Passagen, jede der Routen geht immer ständig bergauf – außer dann wenn Du nach einem Materialtransport wieder zurück zum Lager wanderst.

Temperaturen

Die Temperaturen auf dem Weg zum Gipfel sind ganzjährig unter dem Gefrierpunkt mit Winden bis zu 90 km/h. Damit fertig zu werden ist weniger eine Frage des Trainings, als der guten Ausrüstung.

Ausrüstung

Da die Besteigung des Aconcagua ohne Klettergerät möglich ist, wird der Gipfel oft als der höchste Trekkingpfad der Welt bezeichnet. Dennoch musst Du in Bezug auf Dein Equipment mit langen Passagen durch tiefen Schnee rechnen. Teilweise geht es sogar über blankes Eis, so dass Eisen und Eispickel unumgänglich sind.

Aber keine Angst: Trotz allem wird der Berg jährlich von mehr als 1000 Menschen erklommen. Diese beachten dabei folgende Tipps:

Goldene Tipps zum Thema Höhenkrankheit

  1. Bereite Dich gut auf den Aconcagua vor, mit speziellem Höhentraining, idealerweise an einigen der niedrigeren Berge in den Anden.
  2. Fange mit der einfachsten Route (der Standardroute) an und nimm Dir Zeit dafür. Stimme die Tagesetappen mit Deinem Bergführer ab, so dass jede Etappe machbar ist.
  3. Gönne Dir ausreichende Ruhepausen und versorge Deinen Körper immer mit genug Wasser.
  4. Vermeide Alkohol, Nikotin, Kaffee und alle Aufputschmittel.
  5. Als Nothilfe dient das Medikament Acetazolamid, das solltest Du zumindest dabeihaben, für alle Fälle.

6. Beste Zeit für die Aconcagua Besteigung

Die Beste Zeit ist beim Aconcagua ein relativer Begriff. Zwar gelten die Monate November bis Dezember und Januar als die Hochsaison, jedoch sind auch hier Temperaturen bis -30°C möglich. Auch heftige Stürme gibt es aufgrund der Nähe zum Pazifik das ganze Jahr über.

In der Hauptsaison von Mitte November bis Ende Februar ist nicht nur das Wetter am Besten, auch die notwendige Logistik für eine Besteigung des Aconcagua ist leichter zu organisieren. Träger, Führer und Lasttiere sind über die Hauptsaison in großer Menge verfügbar. Dennoch empfehlen wir Dir, die Tour schon vorab zu planen und Deine Begleiter zu buchen.

Aconcagua Besteigung Base Camp
Basislager Aconcagua Expedition_Seven Summits

7. Vorbereitung auf die Besteigung des Aconcagua

Zwei Dinge sind wichtig, die Du auf Deiner Tour auf den Aconcagua benötigen wirst. Erstens das Equipment, und zweitens die Kondition. Dafür sollte in den Monaten der Vorbereitung auf die Tour großes Augenmerk gelegt werden.

Ausrüstung

Vor Ort kann die meiste Ausrüstung ausgeliehen werden. Jedoch empfiehlt sich immer Dein eigenes Equipment mitbringen. Das ist insofern wichtig, als Du dann den Umgang mit dem Material gewöhnt bist, und auch nichts drückt oder zwickt. Wenn Dir vor Ort noch einzelne Teile und Kleinigkeiten fehlen, kannst Du diese recht einfach nachkaufen.

Kondition

Entscheidend für die erfolgreiche Besteigung wird die gesamte körperliche Physis sein. Selbst Menschen, die einen Marathon laufen können, sind am Aconcagua schon gescheitert. Du brauchst auf jeden Fall körperliche Fitness und Ausdauer. Diese trainierst Du mindestens vier Mal in der Woche für mindestens 1,5 Stunden durch forsches gehen, Laufen, Skilanglauf oder Mountainbiken. Mindestens vier bis sechs Monate vorher solltest Du mit dem Training beginnen, wenn Du einigermaßen sportlich bist. Ein wichtiger Aspekt bei der Vorbereitung ist das Tragen von Lasten. Du solltest in der Lage sein, einen Rucksack mit 10-20 kg Gepäck dauerhaft tragen zu können.

8. Start der Tour, Visa und Aufstiegserlaubnis

Startpunkt: Ausgangspunkt aller Touren ist Mendoza bzw. Las Penitentes. Von dort aus werden die beiden Startpunkte Plaza Argentina und Plaza des Mules angefahren, an denen die Routen beginnen.

Visa/Einreise: Die Einreise nach Argentinien ist ziemlich unbürokratisch. Es genügt ein Reisepass mit mindestens sechsmonatiger Gültigkeit – das kann auch ein vorläufiger Reisepass sein. Visumpflicht besteht nur, wenn Du Dich für länger als 90 Tage im Land aufhalten willst. (Mehr Einreise-Infos)

Aufstiegserlaubnis: Ein Aspekt, den Du nicht vergessen darfst, ist die Aufstiegserlaubnis. Diese musst Du Dir in der Verwaltung des Aconcagua-Parks in Mendoza besorgen (Department of Provincial Forests and Parks of the Department of Renewable Resources, im ersten Stock der San Martin Avenue 1143), was manchmal auch von den Führern übernommen wird – geht aber nur persönlich, weder per Post noch Online. Diese Erlaubnis ist am günstigsten in der Hochsaison und abseits davon teurer.

9. Warum den Aconcagua besteigen?

Jeder hat seinen eigenen Grund, auf Südamerikas höchsten Berg zu steigen.

–> Die Anden ganz allgemein sind für ihre atemberaubende Schönheit bekannt und die Höhen bieten ab der Schneefall- und Eisgrenze ihren ganz eigenen Zauber. Mit dem Aconcagua stehst Du nicht nur auf dem höchsten Gipfel in einem Umkreis von über 16500 km (!), sondern auch auf dem Dach des amerikanischen Doppelkontinents.

–> Der Aconcagua ist einer der Seven Summits, daher gilt er als besondere Herausforderung, die jeder einmal im Leben geschafft haben sollte. Zwar schaffen nur knapp 40% der Bergsteiger letztlich den Aufstieg bis zum Gipfel, umso größer ist die Genugtuung derer, die es bis nach ganz oben geschafft haben. Damit gehörst du zu einem kleinen und elitären Kreis.

Wenn du schon darüber nachgedacht hast – dann mach es einfach! Du wirst es nicht bereuen.

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Mehr Infos zur Aconcagua Besteigung, und zu unseren Angeboten findest du unter https://challenge8.com/product-besteige-den-aconcagua

Falls Du weitere Fragen hast, dann ruf uns einfach an oder schreib uns eine E-Mail und wir helfen dir gerne weiter.

Viel Erfolg und vor allem ein tolles Bergerlebnis wünschen wir!

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