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TREKKING

Der ultimative Patagonien Trekking Guide

Alles, was Du über das Trekking in Patagonien wissen musst, von den besten Wanderungen in Torres del Paine und El Chalten bis hin zu wann Du Patagonien besuchen solltest.

Der ultimative Patagonien Trekking Guide

Trekking in Patagonien ist der Traum eines jeden Outdoor-Enthusiasten. Die Region wird oft als eine der atemberaubendsten und landschaftlich reizvollsten Landschaften der Welt angesehen. Egal, ob du ein begeisterter Tageswanderer oder ein erfahrener Trekker bist, hier ist für jeden etwas dabei.

Patagonien ist eine der unberührtesten und wildesten Regionen unseres Planeten. Die Landschaft ist geprägt von zerklüfteten Granitspitzen, riesigen Gletschern und einigen der größten Eisfelder der Erde. In den südlichen Regionen Chiles und Argentiniens bietet das Trekking in Patagonien eine vielfältige Mischung aus herausfordernden Treks mit atemberaubender Landschaft, wilden Tieren und unberührter Natur.

Der Trekkingtourismus in Patagonien hat in den letzten Jahren zugenommen, so dass Du bei den bekanntesten Treks erwarten solltest, die Wege zu teilen. Hierbei ist es sowohl möglich, in einer organisierten Expeditionsgruppe zu trecken, als auch selbständig loszugehen. Auf alle Fälle wirst du beim Trekking in Patagonien ein absolut unvergessliches Abenteuer erleben.

Egal, ob du nun in einer geführten Trekkinggruppe oder alleine losgehst, in diesem ultimativen Patagonien Trekking Guide findest du alle Infos, die du vor der Abreise benötigst:

Patagonien Reisezeit

Die verschiedenen Jahreszeiten Patagoniens stellen unterschiedliche Herausforderungen dar. Im Sommer (Dezember/Januar) bringen längere Tage und mehr Wildtieraktivitäten größere Menschenmassen und eine frühzeitige Buchung ist wichtig. Im Winter sind die meisten Gebiete ruhiger, aber die Temperaturen fallen und durch vermehrte Niederschläge werden die Wanderungen anspruchsvoller.

Gletscher bei Patagonien Trekking

Sommer (Dezember-Februar):

Die Hochsaison und damit die beste Reisezeit für Wanderungen in Patagonien ist in den Sommermonaten Dezember bis Februar. Zu dieser Zeit sind die Temperaturen am höchsten und die Tage am längsten. Gleichzeitig sind in dieser Jahreszeit auch die meisten Menschen unterwegs und es kann immer wieder zu starken Winden kommen. Nichtsdestotrotz gelten die Sommermonate als die trockensten in Patagonien, sodass dies die Hauptsaison für Trekker ist.

Herbst (März-April):

Wandern in den Herbstmonaten kann eine schöne Alternative zum Sommer sein. Die Temperaturen werden etwas kühler als im Sommer, die Menschenmassen weniger und der Wind ist in dieser Zeit oft weniger stark. Allerdings fallen in den Monaten April und Mai die meisten Niederschläge, so dass Du darauf vorbereitet sein solltest.

Frühling (September-November):

Trekking in den Frühlingsmonaten ist eine gute Möglichkeit, Patagonien zu genießen, bevor die Touristenströme eintreffen. Die Temperaturen werden kühl sein, so dass Du wärmere Kleidung mitbringen musst. Dafür kannst Du mit weniger Wind und Niederschlägen in den Frühlingsmonaten im Vergleich zum Sommer rechnen.

Winter (Mai - August):

Der Winter in Patagonien bietet weniger Tageslicht und kältere Temperaturen. Im chilenischen Seengebiet und der Tierra del Fuego kommt es zu viel Regen und schlechterer Sicht.

Wetter in Patagonien

Das Wetter in Patagonien ist wechselhaft und unberechenbar. Man hört oftmals Leute darüber sprechen, alle vier Jahreszeiten an nur einem Tag erlebt zu haben. Sei daher auf die unterschiedlichsten Wetterbedingungen vorbereitet und packe die richtige Ausrüstung ein (siehe auch unsere Patagonien-Packliste).

Während Deiner Reise wirst Du höchstwahrscheinlich teilweise Regen erleben. Was du definitiv spüren wirst, ist der dauerhafte Wind. Dies wird mit nichts vergleichbar sein, was Du zuvor erlebt hast. Die stärksten Winde treten in den Sommermonaten Dezember bis Februar auf, teilweise mit Böen bis zu 120 km/h. Die Winde sind im Frühjahr und Herbst ruhiger und im Winter kaum vorhanden.

Die beste Quelle für Informationen über das Wetter findest du unter www.windguru.com, wo Informationen über Windgeschwindigkeit und Böen, Niederschläge und die Wetterbedingungen zu finden sind.

Anreise

Die meisten Leute kommen normalerweise über zwei Routen nach Patagonien: Über Santiago, Chile oder Buenos Aires, Argentinien. Je nachdem, welchen Teil Patagoniens Du zuerst erkunden möchtest, gehen regelmäßig Inlandsflüge in den südlichsten Teil Südamerikas. Von Santiago nimmt man am einfachsten einen Inlandsflug nach Punta Arenas, Chile, von wo aus Du schnellen Zugang zum Torres del Paine Nationalpark hast.  Wenn Du aus Buenos Aires kommst, ist es am sinnvollsten, nach El Calafate, Argentinien zu fliegen, um die Gegend Los Glaciares zu entdecken. Falls Du also von Übersee anreisen solltest, macht es Sinn, die internationalen Flüge entsprechend zu planen.

Lokale Transporte

In Patagonien selbst ist es einfach, erschwinglich und bequem, per Bus zwischen den wichtigsten Trekkinggebieten zu fahren. Hier gibt es einige Busunternehmen, die zwischen den Städten El Chalten, El Calafate, Puerto Natales und Punta Arenas verkehren. Busfahrkarten können bequem online mit BusBud und Recorrido.cl gebucht werden. Wir empfehlen, die Busfahrkarten im Voraus zu kaufen, insbesondere in der Hauptsaison.

Nachfolgend findest Du eine Übersicht der allgemeinen Buszeiten zwischen den Städten:

  • Punta Arenas -> Puerto Natales: 3 – 3,5 Stunden
  • Puerto Natales -> El Calafate: 5 – 5,5 Stunden (mit Grenzübergang)
  • Puerto Natales -> Torres del Paine -> 1,5 – 2 Stunden
  • El Calafate -> El Chalten: 3 Stunden

VISA & Zoll

Deutsche Staatsangehörige können mit einem gültigen Reisepass bis zu 90 Tage als Touristen visafrei und kostenlos nach Argentinien und Chile einreisen (mehr Infos hierzu: Auswärtiges Amt). Du kannst dich mit wenig Aufwand frei zwischen den Ländern bewegen.

Bei der Einfuhr von Lebensmitteln ist Chile sehr streng und sofern pflanzliche oder tierische Produkte mitgebracht werden, müssen diese auf dem Einwanderungsformular angeben werden. Darauf sollte vor allem geachtet werden, falls Du bereits Energieriegel oder Essen für den Trek aus der Heimat mitbringst.

Patagonien Trekking Kosten

Kurz gesagt, ist Patagonien kein billiger Ort zum Besuchen. Im Vergleich zu anderen südamerikanischen Reisezielen sind Unterkünfte, Essen und so ziemlich alles weitere teurer. Wenn Du ein knappes Budget hast, gibt es in der Regel freie oder sehr günstige Plätze zum Zelten. Auch gibt es in den Städten vor Ort genügend Supermärkte, sodass selbst gekocht werden kann und man einen erschwinglichen Trip haben kann.

Dennoch gilt zu beachten, dass Patagonien, geschuldet durch die Abgeschiedenheit, insgesamt auch für westliche Maßstäbe nicht billig ist.

Refugios (Hütten) oder Camping?

Viele der Wandergebiete in Patagonien verfügen über ein System von Berghütten entlang beliebter Trekkingrouten, die als Refugios bezeichnet werden. Deren Existenz ist ein wichtiger Grund dafür, dass das Wandern in Patagonien so zugänglich und beliebt ist.

Refugios (Hütten) vs Camping in Patagonien

Refugios

Refugios können von kleinen charmanten Hütten mit 6 Zimmern bis hin zu großen Hotels mit Hunderten von Gästen reichen. Unabhängig von der Größe bieten fast alle Refugios auch Schlafmöglichkeiten in einer Etagenbettunterkunft. Die Refugios bieten fast immer Mahlzeiten, Getränke und Snacks zum Kauf an, so dass das Einzige, was viele Trekker mitnehmen müssen, ein Daypack mit dem Notwendigsten ist. Allerdings sind die Preise in den Hütten meist ziemlich teuer. Die meisten Refugien verfügen auch über Duschen, Gemeinschaftsbäder und Kühlräume.

Camping

Für eine günstigere und abenteuerlichere Variante kannst Du an allen Standorten mit Reservierung auch campen. Die Campingplätze befinden sich in der Regel direkt vor oder in der Nähe der Refugios. Obwohl man nicht für die Übernachtung (in der Hütte) bezahlt, kann man fast immer die Einrichtungen in einem Refugio nutzen, eine Mahlzeit oder ein Bier kaufen, duschen und die Anschlüsse zum Aufladen der Geräte nutzen.

Patagoniens Regionen

Patagonien ist ein riesiges Gebiet, das sich über Tausende von Kilometern erstreckt. Um Deine Planung zu erleichtern, werden wir jede Region aufschlüsseln und die Highlights der einzelnen Bereiche aufzeigen. Die meisten Leute, die Patagonien zum ersten Mal besuchen, besuchen die Region Torres del Paine in Chile und die Region Fitz Roy in Argentinien. Obwohl diese Orte es absolut verdienen, auf der Reiseroute nach Patagonien zu sein, gibt es auch einige Möglichkeiten abseits der üblichen Pfade, die genauso schön sind und abseits des Touristenrummels sind.

Torres del Paine

Wenn Du Patagonien zum ersten Mal besuchst, sollte ein Ausflug nach Torres del Paine unbedingt auf Deiner Reiseroute stehen. Auf der chilenischen Seite der Anden und nur zwei Stunden mit dem Bus von der Stadt Puerto Natales entfernt, können mehrere Tage damit verbracht werden, die Region entweder auf dem W-, O- oder Q-Trek zu erkunden. Es ist eines der belebtesten Wandergebiete in ganz Patagonien. Wenn Du selbstständig wandern möchtest, solltest Du mit der Planung und Buchung der Campingplätze Monate im Voraus beginnen, da der Wettbewerb hoch ist und die Koordination mit den drei Reservierungssystemen (Fantástico Sur, Vertice und CONAF) ein Geduldstest sein kann. Wenn du die Zeit und die Fähigkeit hast, empfehlen wir dir dringend, die gesamte Strecke des O Trek in Torres del Paine zu absolvieren.

Patagonien Trekking - Torres del Paine

Los Glaciares Nationalpark

Argentiniens berühmtester Nationalpark, Los Glaciares, beherbergt das berühmte Fitz Roy-Massiv sowie den Perito Moreno Gletscher. Die charmante und malerische Stadt El Chalten, die oft als Abenteuerhauptstadt Argentiniens bezeichnet wird, ist der Ausgangspunkt für Trekkingtouren rund um Fitz Roy, wobei die Wege buchstäblich von der Stadt losgehen. Es gibt viele schöne Möglichkeiten für Tageswanderungen. Wir empfehlen jedoch, mit einer mehrtägigen Rucksacktour in diese Region einzutauchen. Drei Stunden südlich von El Chalten gelegen, ist die größere und kommerzialisiertere Stadt El Calafate der Ausgangspunkt für einen Besuch des weltberühmten Perito Moreno Gletschers.

Trekking Patagonien - Los Glaciares

Chilenisches Seengebiet

Im Vergleich zu den Gletscherregionen im Süden bietet das “Chilean Lakes District” eine Landschaft mit Seen, Flüssen, Vulkanen und einem gemäßigten Regenwald. Obwohl nicht so episch wie die südlichen patagonischen Regionen, gibt es viele Wanderungen im Huerquehue Nationalpark und Villarrica Nationalpark. Diese Region ist auch der offizielle Ausgangspunkt für die berühmte Carretera Austral, die schroffe und malerische “Autobahn”, die sich über 1.240 Kilometer bis nach Südchile erstreckt.

Nordargentinisches Patagonien (Bariloche)

Diese wunderschöne Region hat zahlreiche Gletscherseen, atemberaubende Bergblicke und wunderbare Wildwasser-Rafting-Möglichkeiten. Die meisten Reisenden kommen über Bariloche in diese Region, die oft als die argentinische Schweiz bezeichnet wird. Es gibt zahlreiche Trekkingmöglichkeiten in die Bergesowie mehrtägige Rucksacktouren durch den Parque Nacional Nahuel Huapi.

Región de Aysen

Zwischen dem Seengebiet im Norden und der beliebteren Torres del Paine Region im Süden liegt die noch unbekannte Aysen-Region. Die Región Aysen ist weitläufig, abgelegen und hat auf einer weniger frequentierten Route viel zu bieten. Dich erwarten riesige Gletscher, türkisfarbene Seen, gemäßigte Regenwälder und unglaubliche sowie abgelegene Trekkingrouten. Die Region ist weit weniger entwickelt als sowohl das Seengebiet als auch die südlichen Regionen Patagoniens, so dass Transporte und Logistik schwieriger sein können. Das Cerro Castillo Reservat befindet sich in dieser Region und bietet eine fantastische 4-tägige Trekkingtour. Auch können vor Ort Räder gemietet werden und mehrtägige Radtouren entlang der Carretera Austral und durch das Herz dieser Aysenregion unternommen werden.

Südargentinisches Patagonien (Tierra del Fuego)

Am südlichsten Punkt Südamerikas befindet sich das große Inselarchipel “Tierra del Fuego” (Feuerland). Obwohl die Region mit dem Bus oder der Fähre erreicht werden kann, entscheiden sich die meisten Leute für einen Flug in die Stadt Ushuaia. Ushuaia, das oft als “Ende der Welt” bezeichnet wird, dient vor allem als Ausgangspunkt für Kreuzfahrten in die Antarktis. Nur 7 km außerhalb von Ushuaia liegt der Parque Nacional Tierra del Fuego mit einigen der rauesten und extremsten Landschaften des Kontinents. Die beliebteste Tageswanderung in Feuerland ist der Glaciar Martial, ein steiler, aber schöner Aufstieg zu weitläufigen Gipfelaussichten auf den Beagle-Kanal und die Cordillera Darwin Gebirgskette. Absolut empfehlenswert, jedoch ziemlich anspruchsvoll und logistisch kompliziert, sind die mehrtägigen Trekkingtouren, wie z.B. der Montes Martial Circuit.

Trekking in Patagonien: Touren

Tageswanderungen

Los Glaciares - Fitz Roy Range

Es gibt nur wenige Städte auf der Welt, die für Tageswanderungen besser geeignet sind als El Chalten in der Fitz Roy Range des Los Glaciares Nationalparks. Mit unterschiedlichen Wanderungen von 4-8 Stunden erreicht man die besten Aussichtspunkte von Cerro Fitz Roy und Cerro Torre, kommt zurück in die Stadt zu einem relativ preiswerten Hotel und kann El Chalten’s Bars und Restaurants genießen. Diese Tageswanderungen können mit einem Tag Eiswandern und einem Besuch des Perito Moreno Gletschers kombiniert werden.

Torres del Paine

Trekking in Torres del Paine ist weltberühmt, der W-Trek ist die Route, von der die meisten Menschen in Patagonien gehört haben. Was die meisten aber nicht wissen, ist, dass der Großteil dieser Route in drei separaten Tageswanderungen bewältigt werden kann. Es gibt aber auch eine Reihe weniger bekannter Pfade und verschiedener Schwierigkeitsgraden. Torres del Paine hat eine Reihe von Unterkünften, von denen aus direkt mit der Tageswanderung begonnen werden kann. Zwar ist aufgrund der Transferkosten das Tageswandern in Torres del Paine oft teurer als eine mehrtägige Wanderung, jedoch kann es die einzige Möglichkeit sein, wenn alle Unterkünfte ausgebucht sind oder du nicht zelten möchtest.

Nahuel Huapi Traverse

Direkt vor der Stadt Bariloche im argentinischen Seengebiet gelegen, kann die 40 km lange Strecke in 3 Tagen zurückgelegt werden. Du hast die Möglichkeit, in Refugios zu übernachten oder auf kostenlosen Campingplätzen entlang der Route zu campen. Obwohl der größte Teil des Weges gut markiert ist, kann die Wanderung schwierig sein und man muss einige etwas lückenhafte Geröllfelder durchqueren entlang der verschiedenen Pässe.

Tierra del Fuego/ Feuerland

Für Tageswanderer gibt es in Feuerland alle erdenklichen Möglichkeiten: Nimm Ushuaia als Ausgangspunkt, lass Dich in der Lakutaia Lodge auf der Isla Navarino nieder oder mach eine Bootsfahrt durch die patagonischen Fjorde.

Carretera Austral

Es gibt wirklich viele Wege, die von der Carretera Austral aus starten und die Steppe, den Regenwald oder den Rand der nördlichen Gletschermündung erkunden. Mit einem Auto kann man von Trailhead zu Trailhead fahren und in einer der schönen rustikalen Hütten übernachten.

Mehrtägige Trekkingrouten in Patagonien

Feuerland

Ein mehrtägiger Trekking-Trip in Patagoniens Feuerland ermöglicht es Dir, die Wildnis dieser Region und die Vielfalt der Landschaft wirklich zu entdecken. Von sumpfigen Pampas über Buchenwälder bis hin zu Wanderungen auf den felsigen Graten über der Baumgrenze. Der Montes Martial Circuit ist ein kurzer dreitägiger Trek, der sich hinter Ushuaia schlängelt. Der Trek durch die Sierra Valdivieso führt direkt ins Herz der Isla Grande, bevor Du den Trek mit Boot und Fahrzeug beendest. Auf beiden Wanderungen wirst Du wahrscheinlich nur wenigen anderen Trekkern über den Weg laufen.

Torres del Paine

Der W Trek und Paine Circuit Trek (auch bekannt als der ‘O’ Circuit) sind Patagoniens klassische Treks. Sie sind die besten Wege, um die Gletscher und den hoch aufragenden Granit des Torres del Paine Nationalparks zu entdecken. Aufgrund der Überfüllung in den letzten Jahren sind die Campingplätze und Betten in den Refugios entlang dieser Routen begrenzt und müssen bis zu 6 Monate im Voraus gebucht werden. Der W-Trek dauert 4-5 Tage und ist ideal für aktive Trekker, die lieber einen kleinen 40-Liter-Rucksack tragen wollen und entweder mit oder ohne Führer von Hütte zu Hütte wandern möchten. Der Circuit Trek ist mit 7-10 Tagen anspruchsvoller, wobei im nördlichen Teil der Route Camping notwendig ist. Auf dieser Strecke wandern weniger Menschen und jeder, der Lust auf eine echte Trekking-Erfahrung hat, sollte diesen Trek unbedingt absolvieren.

Patagonien Trekking

Los Glaciares - Fitz Roy Range

Die Fitz Roy Range ist hauptsächlich bekannt für ihre Tageswanderungen. Camping im Herzen der Fitz Roy Range ermöglicht es jedoch, mehrere Tage am Stück unterwegs zu sein und so den Sonnenaufgang über den Gipfeln Fitz Roy und Cerro Torre zu genießen. Eine klassische Route dauert zwei bis drei Tage und verbindet die Laguna de Los Tres und die Laguna Torre zu einem Rundweg. Erfahrenere Trekker (und Geröllfreunde) können diese klassische Wanderung um einen Tag verlängern, um das Electrico-Tal zu erkunden, oder um zwei Tage, um den Agachonas-Pass ins Tuneltal und auf der Chalten Mountain Escape Route bis zum Paso del Viento zu überqueren.

Aysen

Viele alte Reitwege schlängeln sich durch die Region Aysen, wo die Pioniere von Haus zu Haus zogen. Eine dieser Routen verbindet Chile mit Argentinien und ermöglicht eine Trekkingtour zwischen der Fitz Roy-Region und Aysen. Der viertägige Jeinimeini to Aviles Trail im neuen Nationalpark von Patagonien ist ein noch immer unbekanntes Juwel. Ausgehend vom farbenfrohen Naturschutzgebiet Jeinimeini durchquerst Du Buchenwälder und steigst dann in das botanische Chacabuco-Tal ab. Die Cerro Castillo-Reihe ragt über die Carretera Austral im Ibanez-Tal und erfahrene Trekker können zwischen 3-6 Tagen über Pässe wandern, kristallklare Gletscherseen erkunden und die felsigen Ausläufer bewundern.

Sehr anspruchsvolle Trekkingtouren

Off-the-beaten-track Routen in Torres del Paine

Die Hauptwege des W Trek und O Circuit sind seit Jahrzehnten auf der Karte und gut markiert. Wenn Du abseits der üblichen Wege, einzigartige Ausblicke auf das Paine Massiv und Bergpässe, Täler und Gletscher erkunden möchtest, von denen niemand sonst weiß, dann musst Du dich an einen lokalen Bergführer wenden, der die Gegend seit Jahrzehnten selbst erkundet (Kontaktiere uns hierzu).

Überquerung des Tierra del Fuego/Feuerland

Das Gebiet des Tierra del Fuego ist nach wie vor wilder und abgelegener als viele der Nationalparks im Norden. Die Wege werden nicht präpariert und das Gelände ist hart, egal ob im Tal oder über die Bergpässe. Die 7-tägige Überquerung des Feuerland ist ein echtes Abenteuer. Für größere Gruppen mit mehr Zeit gibt es auch die Möglichkeit, durch die selten erforschte Darwin-Bergkette im chilenischen Tierra del Fuego zu wandern.

Campo de Hielo Sur - Patagonische Eiskappe

Die patagonische Eiskappe ist die drittgrößte Eismasse des Planeten und grenzt an den Cerro Fitz Roy und die Anden. Diese Landschaft Patagoniens ist wirklich einzigartig und wird von nur wenigen Leuten entdeckt. Der Aufstieg ist ein langer, herausfordernder Weg und die Bedingungen auf der Eiskappe selbst können sehr schwierig sein. Wenn der Himmel jedoch klar ist, erhältst Du eine Aussicht wie kaum eine andere. Bewundere die Weiten des Gletschereises, die weitläufigen Berge und die stürzenden Gletscher. Teste Dich selbst gegen eine der extremsten Umgebungen auf einer Expedition, und durchquere einen Teil des Eisfeldes. Benutze hierbei Deine Eiskletterfähigkeiten mit Äxten und Steigeisen auf den verschiedenen Gletschern.

Huemul Circuit

Eine der anspruchsvollsten Routen Patagoniens ist die 4-tägige und 70 km lange Schleife um Cerro Huemul. Sie bietet Dir einige der besten Ausblicke auf das südpatagonische Eismassiv. Diese Wanderung ist jedoch nichts für Anfänger. Der Weg ist an vielen Stellen nicht markiert und erfordert GPS oder Karten-/Kompass-Navigation. Um die Runde zu beenden, musst Du außerdem eine Tiroler Traverse (im Grunde genommen eine selbstfahrende Seilbahn) machen und dafür deine eigene Ausrüstung (Gurtzeug, Karabiner, etc.) mitbringen oder mieten. Abhängig von der Jahreszeit und dem Wasserfluss kann man die Flüsse auch durchqueren anstatt über die Zipline zu gehen. Nichtsdestotrotz musst du unbedingt die Ausrüstung dabei haben und anlegen können. Um diese Runde zu beenden, musst Du dich bei den Parkrangern in El Chaten anmelden, die sicherstellen, dass Du die benötigte Ausrüstung hast.

Patagonien Trekking: Schwierigkeit

Die Schwierigkeit des Trekkings hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, darunter Erfahrung, körperliche Fitness, Packgewicht und Wetterbedingungen. In Patagonien gibt es viele verschiedene Wanderungen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Wenn Du bspw. in Torres del Paine oder rund um Fitz Roy wanderst, sind die Wege gut gepflegt und leicht zu folgen. Auch sind die meisten beliebten Wanderungen in Patagonien weder technisch (keine Seile, Eispickel oder Steigeisen erforderlich) noch in extremer Höhe. Allerdings können die Tage lang werden und die Wege über einige große Höhen und Tiefen gehen. Wichtig ist daher, dass Du darauf achtest, eine Trekkingtour auszuwählen, die deinem Fitnessniveau entspricht und darauf ausreichend zu trainieren.

Trinkwasser in Patagonien

Einer der Vorteile beim Trekking in Patagonien ist, dass man Wasser direkt aus den Quellen auf dem Weg trinken kann. Der Nationalpark-Service in Patagonien leistet wirklich gute Arbeit bei der Aufklärung der Besucher darüber, wie man die Kontamination von Wasserquellen verhindert und das Wasser für alle sicher und trinkbar hält. Wir empfehlen trotzdem, immer nochmals selbst die Wasserquelle zu beurteilen, bevor Du Deine Flasche füllst. Es kann immer sein, dass in der Gegend Wildtiere leben oder die Quelle durch einen Trekkingpfad führt. Dann ist es vielleicht besser, auf die nächste Quelle zu warten.

Unabhängiges oder geführtes Trekking

Dies ist eine wichtige Frage für viele Trekker in Patagonien und die Wahl wird wahrscheinlich auf die eigene Erfahrung und persönliche Vorlieben zurückkommen.

Unabhängiges Trekking

Wenn Du ein erfahrener Backpacker bist, der auf einer beliebten Route (W- oder O-Trek oder Fitz Roy-Wanderungen) unterwegs ist, ist es durchaus möglich, unabhängig zu wandern. Die Wege sind gut markiert und gepflegt. Wenn Du selbstständig wandern möchtest, besorge dir eine gute Karte, buche die notwendigen Campingplätze frühzeitig (obligatorisch in Torres del Paine) und nimm einen Reiseführer mit. Denke daran, genügend Planungszeit einzuplanen, um Dich vollständig auf Deine Wanderung vorzubereiten. Wenn Du campst, musst Du die gesamte Campingausrüstung auf dem Trail dabei haben. Dabei besteht die Möglichkeit, Ausrüstung noch vor dem Start in den nahegelegenen Städten zu mieten (In Torres del Paine kann auch vorab auf jedem Campingplatz Ausrüstung gemietet werden).

Geführtes Trekking

Guides helfen während des gesamten Trips und können noch viel mehr als nur die logistische Organisation. Reservieren von Campingplätzen in Torres del Paine kann verwirrend und frustrierend sein, da Du dich über drei verschiedene Reservierungssysteme organisieren musst. Wenn Du bei einer Agentur buchst, kümmern sie sich um alle Details (Unterkunft, Essen, Transport, Genehmigungen, etc.). Darüber hinaus bringt ein guter Expeditionsleiter viel Wissen über die lokale Kultur, Flora und Fauna mit, womit du noch viel tiefer in die Region eintauchst. Letztlich gibt es einige herausfordernde Treks, die, egal wie erfahren Du bist, unbedingt mit einem Guide absolviert werden sollten, um sich nicht in unnötige Gefahren zu begeben.

Vorteile geführtes Trekking in Patagonien

  • Alle Details werden vor der Reise arrangiert (Genehmigungen, Campingplätze usw.).
  • Alle Transporte werden organisiert
  • Geringe Sorgen um Details beim Wandern wie Unterkunft, Verpflegung, Route, Zeitplan, etc.
  • Lokale Einblicke in die Kultur, das Essen, etc.
  • Höhere Sicherheit

Vorteile unabhängiges Trekking in Patagonien

  • Kann billiger sein.
  • Wandern nach dem eigenen Zeitplan
  • Keine Gruppendynamik, mit der man sich befassen muss, nur du und der Weg.

Patagonien Trekking Packliste

Egal, ob Du auf dem Weg zum W Trek in Torres del Paine bist oder Sonnenaufgänge auf Fitz Roy jagst, Du solltest sichergehen, dass Du die notwendige Ausrüstung hast, um sicher und bequem loszugehen. Nachfolgend findest Du daher einen kurzen Überblick der essentiellen Ausrüstungsgegenstände.

  • Zelt
  • Rucksäcke (Backpack und Daypack)
  • Schlafsack/Decken
  • Isomatte
  • Camping-Herd
  • Wanderschuhe

Reiseversicherung

Wir empfehlen Dir dringend den Abschluss einer Reiseversicherung, wenn Du eine Wanderung in Patagonien planst. Die meisten Trekkingziele in Patagonien sind abgelegen, so dass, wenn etwas schief geht, Du wahrscheinlich eine Notfall-Evakuierung benötigst, die wahnsinnig teuer ist.

Hinterlasse keine Spuren

Patagonien ist ein ganz besonderer und einzigartiger wilder Ort, und aus diesem Grund strömen jedes Jahr Tausende von Besuchern in diese Region. Es ist unbestreitbar, dass der Effekt des Über-Tourismus diese empfindliche Umwelt stark belastet. Um die Wirkung der Besucher zu minimieren und die natürliche Schönheit Patagoniens für die kommenden Jahre zu erhalten, bitten wir darum, Dich beim Trekking Patagonien streng an die “Hinterlasse keine Spuren”-Prinzipien zu halten.

Hoffentlich konnten wir dir mit diesem Artikel für die Planung deiner nächsten Expedition weiterhelfen. Wie immer, freuen wir uns über jeden Kommentar und helfen gerne bei weiteren Fragen, Empfehlungen und Tipps. 

Ruf uns einfach an oder schreib uns eine E-Mail.

Viel Spaß!

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