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CHALLENGE8 – Unique outdoor adventures off the beaten track

INTERVIEW

7summits4help

Wie die Besteigung der 7 Summits Nicolas Scheidtweiler dabei hilft, Spenden für die German doctors zu sammeln.

Nicolas Scheidtweiler macht, wovon viele von uns träumen – er ist zur Zeit dabei, die 7 Summits, die sieben höchsten Berge auf jedem Kontinent, zu besteigen. Dabei hat er sich etwas besonderes einfallen lassen: Mit jeder Besteigung sammelt er Geld und spendet es an eine wohltätige Organisation. Wir haben mit Nicolas gesprochen und nachgefragt, was einen dazu bringt, die 7 Summits zu besteigen und dabei Geld für wohltätige Zwecke zu sammeln.

Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Nicolas Scheidtweiler, ich bin 1976 in Ostwestfalen geboren und führe heute eine kleine Agentur im Bereich Employer Branding.

Beschreibe dich einmal in 3 Worten?

Das ist natürlich immer schwierig! Ich würde sagen authentisch, diszipliniert und machmal etwas zu rational.

Gibt es ein Zitat, das dich gut beschreibt bzw. ein Motto nach dem du lebst?

So richtig gibt es da nichts. Aber ich versuche im Alltag etwas Humor und auch Selbstironie einzubauen.

Was ist 7summits4help, wie kam es dazu und warum machst du es?

7summits4help ist mein kleines Fundraising-Projekt. Mein Traum war es immer, einmal höhere Berge zu besteigen. Damit habe ich 2016 begonnen. Ein Freund sagte zu mir, wenn du schon soviel Zeit und eigenes Geld investierst, dann mach doch was Sinnvolles damit. Wie wäre es, wenn du für eine Spendenorganisation Gelder sammelst, indem du Geschichten aus deinen Erlebnissen und Expeditionen erzählst. Dann habe ich die German doctors kennengelernt und schnell erkannt, dass diese Organisation genau zu meinem Projekt und zu mir passt.

Warum betreibst du den Blog? Was treibt dich an die Erfahrungen zu teilen?

Auf der einen Seite, um Öffentlichkeit zu erzeugen. Wenn viele Menschen Informationen aus meinem Projekt suchen, erhalten Sie gleichzeitig auch Hinweise zur Arbeit der German Doctors. Und das ist wichtig für mein Fundraising, um so den ein oder anderen möglichen Spender zu erreichen.

Auf der anderen Seite dient der Blog auch zur Erinnerung und Reflektion meiner Erlebnisse. Ich lese schon heute nach drei Jahren die alten Geschichten vom Elbrus und vom Aconcagua wie aus einer anderen Welt. Und vielleicht helfe ich dem einen oder anderen Leser, seinen oder ihrem Traum zukünftig umzusetzen.

Aconcagua 2016 - 7summits4help
Aconcagua 2016 - 7summits4help

Wie bist du zum Bergsteigen/Outdoor-Sport gekommen?

Ich war Offizier der Bundeswehr. Dort gehörte körperliche Fitness einfach zum Beruf. Das habe ich immer verfolgt und bin beispielsweise verschiedene Marathons unter 3 Stunden gelaufen. Das würde dann immer langweiliger, und so bin ich dann stärker in das Bergsteigen und Outdoorerleben eingestiegen. Ein Schlüsselerlebnis war die erste Besteigung des Kilimandscharo. Da habe ich gemerkt, wie viel Freude mir so eine Expedition macht und wie sehr ich es genieße, einfach außerhalb des stressigen Alltags unterwegs zu sein.

Was treibt dich immer wieder an loszuziehen?

Es ist das Verlassen des regulierten Alltags und der ständigen Anbindung an die Kommunikation. Wenn du draußen unterwegs bist, dann hast du es nicht nötig auf dein Handy zu starren und es ist vielleicht auch gar nicht möglich. Oftmals hat man keinen Empfang, dann bleibt dir nichts anderes übrig als einfach mal achtsam mit dir selbst und Deiner Zeit umzugehen.

“Es ist das Verlassen des regulierten Alltags und der ständigen Anbindung an die Kommunikation.”

Warum suchst du immer wieder das Outdoor-Erlebnis?

Es bringt Energie! Ich komme gelassen und entspannt wieder. Die Probleme der Welt, aus Gesellschaft, aus Politik und Wirtschaft sind weit weg gewesen. Und so ist die emotionale Batterie wieder aufgeladen.

Was waren bisher deine "besten" Touren / Abenteuer? Warum?

Aktuell war es die Solobesteigung des Mont Blanc. Aber auch viele kleine und kurze Geschichten habe ich sehr genossen. Das sind gar nicht die hohen Berge oder die großen Expeditionen. Da war eine Dreitagestour rund um Garmisch. Bei -10 Grad. Und ich habe draußen gezeltet. Der Morgen auf den Geierköpfen, mit dem Blick auf die Zugspitze, war einer der schönsten Momente, die ich je in meinem Leben hatte. Ich saß im tiefen Schnee, hatte meine Tasse selbst gekochten Kaffee in der Hand und blickte auf die goldene Zugspitze.

Warum?

Das Gefühl der Freiheit und Ruhe. Einfach Zeit zu haben.

Nicolas Scheidtweiler mit Kaffee im Zelt auf den Geierköpfen
Nicolas Scheidtweiler mit Kaffee im Zelt auf den Geierköpfen

Was gehört für dich zu einer gelungenen Outdoor-Erfahrung dazu?

Unbedingt kein Netz zu haben sowie körperlich und mental gefordert zu werden. Dazu unbedingt Einfluss auf Ablauf und Gestaltung der Tour zu haben.

Welche Tour steht noch auf deiner ToDo-Liste?

Im kommenden Jahr geht es zum Denali. Diesmal als Zweierseilschaft mit einem Partner. Unsere geplante Route geht über den Muldrow-Gletscher. Ein ganz besonderes Unternehmen, auf das ich mich sehr freue. Diese Route ist äußerst selten begangen und stellt besondere Herausforderungen an unser kleines Team.

Typisches Mittagessen auf dem Weg zur Carstensz-Pyramide
Typisches Mittagessen auf dem Weg zur Carstensz-Pyramide

Welche Tipps würdest du Einsteiger mit auf den Weg geben?

Körperliche und mentale Fitness ist die Grundlage. Die Seven Summits stellen aber keine technischen Herausforderungen dar.

Lieber eine “guided oder non-guided” Tour? Warum?

Kommt darauf an. Manche Touren lassen sich nicht immer ohne offizielle Permits und damit verbunden professionelle Agenturen oder Guides gehen. Dazu gehört im letzten Jahr die Carstensz-Pyramide, aber auch der Kilimandscharo oder der Mount Vinson. Durch einen Führer, der sich lokal auskennt, gewinnt eine exotische Tour auch an Sicherheit. Auf der anderen Seite: Auf guided Tours läuft man nur hinterher. Man ist nicht Teil der Planung. Das schwächt das Erlebnis. Und mit wachsender Erfahrung will man einfach mehr gestalten.

Wo kann man mehr über dich herausfinden?

Einfach in den sozialen Medien 7summits4help suchen 😉

Vielen Dank Nicolas und weiterhin viel Erfolg bei den 7 Summits – Wir sind gespannt auf deine Erfahrungen und werden dich weiterhin gespannt verfolgen. Mehr Infos findet ihr auf Nicolas Website.

Falls auch du jetzt Lust auf Bergsteigen oder die 7 Summits bekommen hast, dann schreib uns eine E-Mail an contact@challenge8.com oder ruf uns einfach an und wir helfen dir gerne weiter.

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